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Eine andere Welt ist pflanzbar – Another world is plantable

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Ein sehr interessanter Beitrag der Netzfrauen (Original in Deutsch)

Genial! Gesunde, sichere, hochqualitative und finanzierbare Nahrung für alle Menschen

<a„Jeder hat das Recht, gutes Essen zu bekommen“, erklärt Will Allen. Der ehemalige Profi-Basketballer, der einen Bauernhof in einem Armutsviertel von Milwaukee gründete. Mit der Farm ernährt Will Allen etwa 10 000 Menschen und hilft gleichzeitig, junge Menschen von der Straße zu holen. Mit Erfolg. Will Allen startete seine eigene Revolution.

Von einem erfolgreichen Basketballspieler zu einem erfolgreichen Urban Farmer.

Growing Power Projekte konzentrieren sich auf drei Bereiche: wachsen, blühen und gedeihen. Mittlerweile haben sich 300 Kleinbauern angeschlossen – und in der Tat – aus einer kleinen Idee wurde eine große Food-Revolution. Sogar das Weiße Haus lud ihn 2010 ein, um mit ihm ein Projekt zu starten – USA Gesund Ernähren, denn für gesunde Ernährung steht USA – das Land der Burger – nun gerade wirklich nicht. Mittlerweile wurde Will Allen mit vielen Preisen geehrt und ist laut Forbes einer der mächtigsten Männer im Bereich gesunde Ernährung in den USA: Growing Power verkauft die Produkte, die sie ernten, auch an Restaurants und kleine Lebensmittelgeschäfte in Chicago, Madison, Wisconsin und Milwaukee.

Seine Tochter Erika Allen leitet die Organisation in Chicago. Sie hat in Chicago acht Standorte aufgebaut. Will und Erika Allen, gemeinsam schaffen sie eine unglaubliche Nahrungsmittelrevolution. Und genau davon handelt die folgende Geschichte.

Genial! Gesunde, sichere, hochqualitative und finanzierbare Nahrung für alle Menschen

Will Allen baute in Milwaukee ein ganzes Netzwerk an städtischen Farmen und Gemeinschaftsgärten auf. Ökologisches Gemüse, Eier, Milch und Fisch werden produziert, Schulungen abgehalten, neue intensive Anbaumethoden ausprobiert und politische Perspektiven entwickelt. Die Ziele der städtischen GärtnerInnen sind, alle mit gutem, erschwinglichem Essen zu versorgen, sich von der staatlich gesteuerten, industriellen Landwirtschaft unabhängig zu machen sowie allen Zugang zur Landwirtschaft und zu einem besseres Leben zu ermöglichen.

Urbane Gärten und Gemeinschaftsgärten sind ein weltweit vorkommendes Phänomen. Immer mehr Menschen kommen zusammen, um gemeinsam ihre Umgebung zu gestalten und ökologische Nahrungsmittel anzubauen. Und genau das ist das Ziel von Will Allen.

Eine Million Pfund an Nahrungsmitteln auf nur 3 Morgen (12 000 m²) zu produzieren, klingt für manche wie ein Hirngespinst oder unseriöses Lockmittel. Aber – auch wenn es irreal erscheint – es ist definitiv Realität.

Will Allen ist ein ehemaliger Basketballspieler und steht an der Spitze der städtischen Wirtschaftsbewegung in den Vereinigten Staaten. Er ist der Gründer / CEO von Growing Power, einer nationalen Non-Profit-Organisation und Stiftung, die Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund dabei unterstützt, für gesunde, sichere, hochqualitative und finanzierbare Nahrung für alle Menschen zu sorgen. Und genau das tun sie auch.

Nahrung ist die mächtigste Sache, es ist eine Notwendigkeit. Es ist ein Weg, um Spaß zu haben, und es hat das Potenzial, die Armut zu beenden und Arbeitsplätze zu schaffen. Wenn Menschen Arbeit und Brot haben, wird die Kriminalitätsrate wesentlich sinken, so Will Allen.

Growing Power inc. wurde 1993 als Farm gegründet, die arbeitslosen Jugendlichen eine Beschäftigung bot. Heute stehen sie für innovative Anbaustrategien, die unglaublich große Erträge an frischen, organischen Nahrungsmitteln und Fisch liefern. Wie funktioniert das?

Growing Power verwendet Aquaponics-Gewächshäuser. Dabei werden im wesentlichen Aquarien mit Hydrokultur kombiniert und die Fischausscheidungen als Dünger für die Pflanzen genutzt. Das Geniale dieses Ansatzes ist die Tatsache, dass damit quasi ein nicht endender Zyklus von Nahrungsmitteln und Dünger entsteht.

Da die Systeme innerhalb der Glashäuser zum Einsatz kommen, ist man vom Wetter unabhängig. Die Wände sind dabei natürlich ein begrenzender Faktor, aber auch hier ist man erneut innovativ vorgegangen.

Die Gärten innerhalb der Gewächshäuser werden in mehreren Stockwerken gebaut, um die Flächennutzung zu maximieren. Dieser innovative Ansatz bringt einen Ertrag von ca. 5$ pro 0,092903m2 (Square foot). Pro Morgen ergibt sich so ein Ertrag von 200 000 $ für Growing Power, inc.

Growing Power steht aber nicht nur für 100 % organische Lebensmittel. Trainings, Programme für Einsteiger, technische Unterstützung und aktive Demonstrationen gehören ebenfalls zu ihrem Angebot.

Es macht Freude, derartige Projekte zu sehen. Besonders von Organisationen, die ganz klar die Botschaft „von Menschen für Menschen“ vertreten. Sie sind sogar stolz darauf, dass sie von der U.S.-Regierung nicht als Bio-Betrieb zertifiziert wurden, sondern hierfür einen Drittanbieter herangezogen haben. Dazu findet man auf ihrer Webseite:

„…das gehört einfach nicht zu unseren Prioritäten. Wir arbeiten lieber auf den Feldern als die unzähligen Formulare der Regierung auszufüllen. Wir wurden von Certified Naturally Grow zertifiziert. Deren Kontrolleure kommen einmal pro Jahr zu uns auf die Farm, überprüfen unsere Bücher und unsere Anbaupraktiken, um sicherzustellen, dass wir so nachhaltig wie möglich produzieren. Wir haben ebenfalls das Zertifikat nach Good Agricultural Practices (GAP) erhalten, das uns bestätigt, dass wir unsere Produkte so sicher wie möglich bearbeiten und aus Gründen der Lebensmittelsicherheit auch für die notwendige Nachvollziehbarkeit in der Produktion sorgen“.

Jeder Platz wird genutzt.

Das ist wie Selbstjustiz im Lebensmittelmarkt – GENIAL. Und es geht über die Arbeit im Gewächshaus hinaus! Growing Power besitzt 20 aktive Bienenstöcke in Milwaukee und Chicago, die gut 150 Pfund Honig im Jahr produzieren, sie verfügen über Viehbestand und eigenen Kompost.

Aktuell wurden 15 neue Obstgärten und  6 neue Parkanlagen angelegt. Die Erfolgsgeschichte geht weiter. Aus einen brachliegenden Stück „Rasen“ wird nun in einem kleinen Park ein Zugang zu Lebensmitteln für alle.

Hier sind nur einige Höhepunkte aus 2015:

  • Größte Farm, die 409 000 SchülerInnen mit Karotten versorgte
  • Will Allen war auf der Mailänder Expo 2015. Er wurde von Michelle Obama dazu ernannt, um zu zeigen, dass die USA auch gesundes Gemüse kennen.
  • Sie haben sich mit der Maglio & Company zusammengeschlossen, und 11 Häuser gebaut, in denen lokales Essen angeboten wird, natürlich mit Gemüse aus der Region.
  • und viele weitere Aktionen, die Schüler beibringen, wie man Gemüse richtig anbaut.

Eine andere Welt ist pflanzbar

Urbane Gärten und Gemeinschaftsgärten sind ein weltweit vorkommendes Phänomen.
Immer mehr Menschen kommen zusammen, um gemeinsam ihre Umgebung zu gestalten und ökologische Nahrungsmittel anzubauen.

Mehr Informationen: Vorbildlich:Metropolregion Santiago de Chile: Urbane Landwirtschaft in der Stadt- Los nuevos ecobarrios de la Ciudad

New York: Wurzeln des Urban Gardening – Gemüse von den Dächern Brooklyns

Puerto Rico zieht eine neue Generation von Kleinbauern heran – Puerto Rico Is Sowing A New Generation Of Small Farmers

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Growing Power 2.0

Growing

Will Allen has been a professional athlete and worked in corporate America. Still, he says, being a farmer is the biggest and most rewarding path he could have chosen. Will is the founder of Growing Power, an organization dedicated to teaching people in urban Milwaukee how to grow good food. „We’re only six blocks away from Milwaukee’s largest public housing project,“ he says. „When people drive by the street and they see the greenhouses on the front, they have no idea that we feed about 10,000 people just from this farm alone.“ See more of Will’s mission above and find out how the simple act of planting seeds has turned the lives of countless children around.

From the start Will Allen’s dream was to grow fresh food in food deserts and to teach others how to do the same, one of those being his daughter, Erika Allen. She is following in her father’s footsteps by running not one, but eight Chicago locations of Growing Power. Together, they are creating an incredible food revolution. Growing Power 2.0

An urban farmer grows food on land in an urban area — usually either a backyard or vacant lot — that would not typically be dedicated to producing food. Urban farming differs from gardening in that many urban farmers tend animals, such as chickens, bees and rabbits, as well as plants. Urban farmers also feed more people than those in the household that tends the farm, either by selling or donating the food they grow.

Transform 2014 speaker and urban farmer Will Allen is transforming the cultivation, production and delivery of healthy foods to underserved urban populations. Allen is the chief executive officer of Growing Power, Inc. His vision is to inspire „communities to build sustainable food systems that are equitable and ecologically sound, creating a just world, one food-secure community at a time.“

About Will Allen

Allen, an authority in the expanding field of urban agriculture, promotes the belief that all people should always have access to fresh, safe, affordable and nutritious foods, regardless of their economic circumstances. Using methods he has developed, Allen trains community members to become community farmers, assuring them a secure source of good food.

  • In 2008, Allen was named a John D. and Catherine T. MacArthur Foundation Fellow for his work.
  • In 2010, he was invited to the White House to join First Lady Michelle Obama to launch Let’s Move!, a program that helps raise a healthier generation of kids and reverse the epidemic of childhood obesity in America. In May 2010, Time magazine named Allen to the Time 100 World’s Most Influential People.
  • In 2011, Allen was named one of the world’s seven most powerful foodies by Forbes magazine.
  • In 2012, he was honored with the National Education Association Security Benefit Corporation Award for Outstanding Service to Public Education for his work with children, teachers and schools.

In 2012, Allen, who lives in Milwaukee, published The Good Food Revolution, Growing Healthy Food, People, and Communities, the story of his personal journey, the lives he has touched and the grassroots movement that is changing the way the Americans eat.

This man grew 1 Million Pounds of Food on 3 Acres!

Original

Producing 1 million pounds of food a year on just 3 acres of land sounds like a pipe dream. Or maybe even a good piece of click bait. But despite how unreal it sounds, it is very real indeed.

According to their website, “Growing Power is a national nonprofit organization and land trust supporting people from diverse backgrounds, and the environments in which they live, by helping to provide equal access to healthy, high-quality, safe and affordable food for people in all communities.” And that they do.

Growing Power, inc. began in 1993 as a farm for teens to have a place to work. They now use innovative growing strategies to produce incredible amounts of fresh organic produce and fish. But how?

Growing Power uses greenhouse aquaponics. This essentially combines an aquarium with a hydroponics system, using by-products excreted from the fish as nutrients for the plants. The genius behind this setup is the source of the nutrients reproduces, creating a naturally endless cycle of nutrients and food.

Because the systems are rigged inside greenhouses, weather isn’t an issue either. However, walls obviously create the issue of limited horizontal space. But that’s where more innovation comes in.

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The greenhouse gardens are build upwards to conserve but maximize space. This innovative structure and strategy allow them to pull in approximately $5 per square foot of land. That’s about $200,000 being generated per acre by Growing Power, inc.

Growing Power doesn’t just offer 100% organic produce. They’ve also offered training, outreach programs, provided technical assistance, and are active demonstrators.

It’s refreshing to see this kind of action taken. Especially by organizations who stand firm by their message, which seems to be a “by the people, for the people” outlook. They even seem proud of the fact that they’ve shut out organic verification by the U.S. Government and used third party organizations. On their website, they state:

“…it just is not a priority of ours. We would all much rather be in the fields than filling out lots of paper work for the government. We are third-party certified by a group called Certified Naturally Grown, which means an extension agent comes to the farm annually to look at our records and growing practices to insure we are growing in the most sustainable way possible.  We are also Good Agricultural Practices (GAP) Certified which means that we handle our products in the safest manner possible and have methods of traceability in place to insure food safety.”

It’s almost like food market vigilantism. I love it. Plus they take it much further than just greenhouse farms! Growing Power also has 20 active bee hives in Milwaukee and Chicago that produce 150 pounds of honey a year, they grow livestock, their own composed, and vermicompost.

“Food is the No. 1 thing in our lives. We take it for granted that we’ll always have it. But truth is, we don’t get very good food in this country anymore,” Allen said, going on to explain that many people don’t know where much of their food comes from.

“It’s not just about putting a plant in the ground,” Allen said. Teachers must educate students about healthy food, and farmers must use better methods of composting.

Another world is plantable

Community gardens in Berlin.

The 3 projekts portraied in the film:

The Kinderbauernhof (Children’s Farm) Mauerplatz in Kreuzberg

The roughly 8000 square meters of fallow land were acquired 25 years ago by neighbors and others from the squatter scene. The aim was and is to create a space for children and youth in which nature and ecological cycles may be experienced, and in which the children themselves can play a responsible role

Neighbourhood Gardens Rosa Rose, Berlin

The Rosa Rose Neighborhood Gardens, Friedrichshain
Since 2004 these roughly 2000 square meters of land have been used by various people and projects. The garden arose out of the Guerilla Gardening scene. It is an international group that gardens here, and in addition the garden is also used by the neighborhood for workshops, cinematic presentations and bread-baking.

Laskerwiesen, a future Citizens’ Park and Intercultural Garden, Friedrichshain

This space of roughly 4000 square meters is not yet a garden. However, as a compromise for the construction of a supermarket in the neighboring lot, a park is being planned for this space that will be overseen by members of the neighborhood. In this park, an intercultural community garden will be
maintained. In connection with this project, it is still to be seen how public green-space planning reacts to the community gardens movement, and seeks to leverage the movement for the optimization of costs. This ambivalent process offers new opportunities for the expansion of community gardens in a city, like
Berlin, that is financially bankrupt.

More: Another world is plantable

Please share this around and spread the word of these peoples’ amazing work.

Netzfrauen  Andrea Escher und Doro Schreier
deutsche Flagge

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Palmöl – Greenwashing durch Unterstützung von WWF und Greenpeace – Warum wir zum Nutella-Boykott auffordern

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Palmöl – Greenwashing durch Unterstützung von WWF und Greenpeace – Warum wir zum Nutella-Boykott auffordern

Palmöl3Greenpeace stellt sich auf die Seite von Ferrero und WWF unterstützt eine dubiose Anlage in einem Palmölinvestment. Es liest sich, als wäre die Anlage in Palmöl etwas so Tolles, dass doch jeder Geldanleger nur GUTES tun würde, wenn er investiert. Die grüne Rendite bedeutet Spekulation auf Kosten des Regenwaldes.

War Ihnen bekannt, dass ‪Greenpeace‬ der Französischen Umweltministerin ‪‎Ségolène Royal‬ nach ihrem ‪‎Nutella‬-Boycott in den Rücken gefallen ist? Sie musste sich öffentlich entschuldigen – und der italienische Umweltminister Gian Luca Galletti erklärte, er werde sich Nutella-Brote zum Abendessen gönnen. 

Da viele geniale Eigenschaften der Pflanzenfette sowie Verarbeitungsmöglichkeiten und Einsatzfelder erst in jüngerer Vergangenheit erforscht wurden, insbesondere der Einsatz im Bereich der Biotreibstoffe, stieg die Nachfrage nach Palmöl für die industrielle Verarbeitung enorm an, mit gravierenden Folgen für Mensch, Tier und Umwelt.

Palmlöl steckt in vielen Produkten wie Schokolade, Tütensuppen, Salatkräutern, Einmachzucker, aber auch da, wo wir es nicht vermuten, zum Beispiel in Cremes oder Waschpulver.

Die großen Margarine- und Seifenhersteller beziehen ihre Rohstoffe vorwiegend aus Ostasien, wo die Ölpalmen im industriellen Maßstab produzieren, doch schon längst sind auch andere Länder, wie Lateinamerika ins Visier der Palmöllobbyisten geraten.


Schon während der Kolonialzeit eigneten sich Europäer Grund und Boden außerhalb des eigenen Kontinents an, um Exportprodukte wie Früchte, Baumwolle oder Kaffee für weit entfernte Verbraucherinnen und Verbraucher produzieren zu lassen. Um die dort lebenden Menschen scherten sie sich hingegen kaum. Seit der Finanzkrise der letzten Jahre nimmt das Landgrabbing rasant zu. Allein zwischen 2006 und 2009 wurden laut Schätzungen zwischen 22 und 50 Millionen Hektar Land in Afrika, Asien und Lateinamerika an ausländische Investoren veräußert. Und die Dunkelziffer ist hoch. Denn die Verträge werden im Geheimen von Regierungen und den in- und ausländischen Konzernen abgeschlossen. Die Bedürfnisse von bäuerlichen Familienbetrieben, nomadischen Viehhaltern und Waldnutzern geraten dabei leicht unter die Räder.

Fruchtbarer Boden ist weltweit knapp geworden. Die Konkurrenz um Land wächst, nein nicht als Nahrungsquelle, denn dann würde man es den dort lebenden Menschen nicht rauben, sondern Land ist begehrt als nachwachsender Rohstoff zur Energiegewinnung – so auch beim Palmöl. Die Interessen der einheimischen Bevölkerung geraten dabei ins Hintertreffen. Für kleinbäuerliche Familien, Tierhalter und Indigene ist der Zugang zu Land überlebensnotwendig. Paradox – die Europäer roden Wälder und kapern Land für Energiegewinnung und Futtermittel für die Massentierhaltung und spenden Milliarden, an Organisationen wie den WWF, die diese Taten mit einer „Grünen Rendite“ unterstützen. Man sollte das Spendengeld gleich zu den armen kleinen Farmern vor Ort hinschicken, denn dann hätten diese wirklich etwas davon und hätten dann Land, welches sie bestellen können. Hilfe zur Selbsthilfe heißt das.

Dieses Foto finden wir sehr aussagekräftig, denn es zeigt genau diesen Landraub – auf Kosten von Menschen, deren Land es einmal war. Cacique Pedro Segundo, ein Wichi-Indianer in Argentinien, blickt traurig auf das Land, das früher seinem Stamm gehörte. Großgrundbesitzer haben es gerodet und eingezäunt.
Foto: Florian Kopp / Brot für die Welt

Palmöl – „Die EU steht für Exporte aus Argentinien und Indonesien offen. Wir sollten aber nicht tatenlos zusehen, wenn es auf den Rohstoffmärkten zu strukturellen Verzerrungen kommt. Wir freuen uns, dass der Rat den Vorschlag angenommen hat, den die Kommission auf der Grundlage einer objektiven Untersuchung im Einklang mit WTO-Recht ausgearbeitet hat. Jetzt können wir sicher sein, dass die Gefahr für die Anbieter umweltfreundlicher Energien in Europa gebannt ist und dass die Bevölkerung in der EU von einer guten Entwicklung dieser Branche profitiert,” erklärte John Clancy, der handelspolitische Sprecher der EU. Brüssel, 21. November 2013

Wer nun glaubt, dass die EU-Kommission sich Sorgen um die Menschen – denen das Land geraubt wurde – macht, den müssen wir enttäuschen, es ging bei der damaligen 15-monatigen Untersuchung nur darum: Im Zuge der Untersuchung stellte sich heraus, dass die argentinischen und indonesischen Biodieselhersteller ihre Produkte zu gedumpten Preisen auf den EU-Markt gebracht hatten. Die gedumpten Ausfuhren wirkten sich spürbar negativ auf die finanzielle Lage der europäischen Hersteller und auf ihre Geschäftstätigkeit aus. Also Raubau – to-go – im Namen der EU!

Aussage von WWF auf den Vorwurf: Der WWF hat kein Problem mit Monokulturen, sonst würde er nicht den RTRS und den RSPO unterstützen. Der WWF ist an Nachhaltigkeit nicht interessiert – so der Vorwurf.

Darauf hin der WWF: Der WWF setzt sich dafür ein, landwirtschaftliche Interessen und Ernährungssicherheit mit biologischer Vielfalt, Bodenfruchtbarkeit, Kohlenstoffspeicherung und Wasserschutz in Einklang zu bringen.Quelle WWF

Was ist Palmöl? Keine Monokultur?

Im Jahr 2013 wurden 9,5 Millionen Tonnen Palmöl (14% des Palmöls auf dem Weltmarkt) durch den RSPO zertifiziert.

Weltweit wird auf einer Anbaufläche von 12 Millionen Hektar ein Gesamtertrag von rund 45 Millionen Tonnen erzielt – bedeutet – der größte Anteil ist nicht zertifiziert!!

Deutschland ist mittlerweile, mit 179 der 1362 Mitglieder (Stand: November 2013), das größte Mitgliedsland im RSPO.

Unter anderem gelten folgende RSPO-Prinzipien und -Kriterien für nachhaltiges Palmöl:

  • Keine Rodung von besonders schützenswerten Wäldern für neue Plantage

  • Umweltbewusste Produktion

  • Respektierung der Rechte der lokalen Bevölkerung

  • Respektierung von Arbeitnehmerrechten

Und wie sieht die Realität aus? – Dazu ein Beispiel!! Wie bewerten Sie diese Aussage:

Palmöl im Einkaufskorb – ein Direktinvestment von Agrofinanz, das sich auszahlt

Wachstumsmarkt Palmöl

Attraktiv ist beispielsweise eine Direktinvestition in Palmölplantagen. Die globale Nachfrage nach Palmöl steigt stetig. In vielen Produkten unseres täglichen Lebens ist Palmöl enthalten. Ob Margarine, Pizza, Schokoriegel, Waschmittel, Cremes oder Lippenstift – jedes zweite Produkt im Supermarkt enthält Palmöl. (…)

Weltweit wird auf einer Anbaufläche von 12 Millionen Hektar ein Gesamtertrag von rund 45 Millionen Tonnen erzielt. Hinsichtlich seiner Produktionsmenge rangiert Palmöl vor Soja-, Raps- und Sonnenblumenöl und benötigt dabei nur 10 Prozent der Soja-Anbaufläche.

Insgesamt ist die Nachfrage in den letzten 20 Jahren um über 120 Prozent gewachsen. Experten erwarten, dass sich dieser Trend fortsetzt und so den Palmölproduzenten ein kontinuierliches Wachstum bescheren wird. Verlässliche Rendite, geringes Risiko Quelle .finanztreff.de/ Mai 2015

Screenshot

Weiterlesen und Quelle netzfrauen.org

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Studie: Sonnenlicht und Fischöl helfen gegen psychische Störungen

[av_textblock size=“ font_color=“ color=“] David Gutierrez (info.kopp-verlag.de)

Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren nehmen offenbar über den Neurotransmitter Serotonin starken Einfluss auf unsere geistige Gesundheit. Das geht aus einer Studie hervor, die im Fachmagazin FASEB Journal veröffentlicht wurde. Durchgeführt wurde sie von Wissenschaftlern des Children’s Hospital Oakland Research Institute.

»Wir erklären in dem Papier, warum Serotonin ein wichtiger Modulator der exekutiven Funktionen, der Impulskontrolle, des sensorischen Gatings und des prosozialen Verhaltens ist«, sagte die Forscherin Rhonda Patrick. »Wir stellen einen Zusammenhang her zwischen der Serotonin-Produktion und  Funktion mit Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren. Außerdem zeigen wir einen Weg auf, wie diese wichtigen Mikro-Nährstoffe möglicherweise der Gehirnfunktion helfen und unser Verhalten beeinflussen.«

Von Depression bis Schizophrenie

Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren tragen auf unglaublich vielen Ebenen zur kognitiven und emotionalen Gesundheit des Menschen bei und die Forscher haben noch längst nicht sämtliche positiven Aspekte aufgedeckt.

Die beiden wichtigen Nährstoffe scheinen nicht nur psychische Störungen zu verhindern, sondern bei Ausbruch der Krankheit auch die Symptome zu lindern. Weiter verbessern sie die verhaltenspsychologischen und wissensgestützten Funktionen bei Patienten mit bestimmten Hirnkrankheiten.

Im September 2014 veröffentlichte Proceedings of the National Academy of Sciences eine Studie, derzufolge Vitamin D im Zusammenspiel mit Neurotransmittern eine Gehirnregion neu beleben kann, die für Erinnerungen und Lernen zuständig ist. So wird der Verlust von Wissen gebremst. Ebenfalls 2014 veröffentlichte das Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism eine Studie, derzufolge ein Vitamin-D-Mangel möglicherweise das Risiko einer Schizophrenie verdoppelt.

In unterschiedlichen Studien wurden höhere Omega-3-Werte mit stärkerem Wohlbefinden und einem geringeren Auftreten von psychischen Störungen in Verbindung gebracht. 2010 veröffentlichte das Journal of Clinical Psychiatry eine umfassende Untersuchung, derzufolge bei Patienten, die an Angstzuständen litten und nicht auf Antidepressiva ansprachen, Omega-3 als Nahrungsergänzungsmittel Depressionssymptome deutlich lindern konnten.

Der Körper produziert auf natürliche Weise Vitamin D, wenn er dem Sonnenlicht ausgesetzt wird, während Omega-3-Säuren über die Nahrung aufgenommen werden, vor allem über Fischöl.

Die Serotonin-Verbindung

Die Beweise mehren sich, dass Vitamin D und Omega-3-Säuren dem Gehirn Nutzen bringen. Auf welche Weise genau das geschieht, ist bislang allerdings noch unklar. In einer älteren Studie hatten die Wissenschaftler aus Oakland herausgefunden, dass Vitamin D dazu beiträgt, die Serotonin-Synthese aus der Aminosäure Tryptophan zu regulieren. In einem weiteren Papier stellten sie die These auf, dass zwischen schlechten Vitamin-D-Werten bei Kindern und dem Auftreten von Autismus eine Verbindung bestehen könnte.

In der aktuellen Studie befassen sich die Autoren damit, dass Serotonin erwiesenermaßen bei vielen Wissens- und Erfahrungs-Prozessen eine zentrale Rolle spielt, etwa beim Fällen von Entscheidungen, beim Sozialverhalten, bei Impulsen und der Stimmungslage.

Ein niedriger Serotoninspiegel kann sich bei einer ganzen Reihe von Gehirnaktivitäten auswirken, etwa bei affektiven Störungen (Depression und bipolare Störung), Schizophrenie, Autismus und Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung.

Die zur Klasse der Omega-3-Fettsäuren gehörende Eicosapentaensäure (EPA) reduziert im Gehirn das Prostaglandin E2, das die Serotonin-Freisetzung einschränkt, so die Autoren. EPA reduziert Entzündungen im Gehirn (die mit verschiedenen Gehirnerkrankungen im Zusammenhang stehen) und erhöht gleichzeitig die Serotoninwerte.

Die Omega-3-Fettsäure DHA (Docosahexaensäure) verbessert die Flüssigkeit von Zellmembranen an neuronalen Verknüpfungen. Das hat zur Folge, dass sie wirksamer Serotonin verarbeiten können. Vitamin D ist nicht nur bei der Serotonin-Herstellung wichtig, es hilft die Genexpression vonschätzungsweise 1000 unterschiedlichen Genen zu regulieren.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass höhere Vitamin-D-Werte (etwa nach stärkerem Kontakt mit Sonnenlicht) und höhere Omega-3-Werte eine zentrale Rolle dabei spielen könnten, die Häufigkeit und den Schweregrad verschiedener Gehirnerkrankungen zu reduzieren.

»Vitamin D wird in ein Steroidhormon umgewandelt, das rund 1000 Gene kontrolliert, davon viele im Gehirn. In den USA leiden viele Menschen an Vitamin-D-Mangel. Und auch Defizite bei den Omega-3-Fettsäuren sind weitverbreitet«, sagte der Forscher Bruce Ames. Ein sehr großer Vorteil liegt den Wissenschaftlern zufolge darin, dass diese Nährstoffe größtenteils frei von Nebenwirkungen sind.

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