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Behandlung von Schwindelanfällen (und Tinnitus, Hörschwäche, Schulterschmerzen und Bewegungseinschränkung sowie Zähneknirschen und staken Spannungszuständen im gesamten Körper)!

Nun, wie jetzt? Schwindelanfälle, und was mit dem Rest? Das ist der Punkt. Meistens kommen Klienten wegen einem dominanten Thema, denken nicht an die anderen oder wissen nicht dass das auch auf natürliche Weise behoben werden kann, wenn überhaupt. Das erlebe ich regelmäßig.

Ein Freund hat vor kurzem gemeint „meine Mutter kommt auf Besuch, kannst du sie mal anschauen, sie leidet unter Schwindelattacken“? Klar, ist doch selbstverständlich.

Die Frau war mit ihren 77 Jahren an sich sehr fit, nur eben „schwindlig“. Wir hatten jedoch nur Zeit für drei Sitzungen mit je einer Stunde.

Als Erstes prüfte ich ihre Schlafgewohnheiten, also im speziellen ihr Kopfkissen und ihre üblichen Liegepositionen. Die Ursache für den Schwindel und die Schulterbeschwerden waren schon gefunden, denn mit einem falschen, zu hohem und einteiligen Kopfkissen wird der Nacken verspannt, die Hauptursache sowohl bei Schwindel als auch bei Schulterproblemen. Das haben wir dann am gleichen Abend behoben, da ich zum Haus der Freunde fahren konnte, mit einem M.E.I.N. Kissen im Gepäck.

Danach ging es darum die entstandenen Nacken und- Rückenverspannungen und Wirbelblockaden in dem Bereich zu lösen. Die Schneidermethode und die Chriotherapie nach Mutzhas sind dafür ideal. Dazu muss gesagt werden dass solche Blockaden ohne Chriopraktik oder ähnlichem kaum ganz gelöst werden können.

Auf die Frage ob sie sonst noch Beschwerden hat meinte sie, ja, Schulterschmerzen und eine Bewegungseinschränkung. Sie konnte mit dem Arm nicht mehr richtig nach hinten greifen.

Doch beim reden kamen wir auf das nächste Thema. Sie meinte, „Achtung ich habe einen Hörapparat“. Den hat sie auf mein Anraten dann während der Behandlung heraus gegeben. „Ach ja meinte sie, und Tinnitus habe ich auch noch. Das ist doch ziemlich lästig“.

Danach habe ich die Kopfknochen befühlt und bemerkt, dass der Kopf, also die Knochen auf der rechten Seite komplett hart waren. Besonders in der Ohrengegend. Die habe ich dann gleich mit der Osteomodelation der Schneidermethode wieder elastisch gemacht. Klingt wahrscheinlich für viele komisch, ist jedoch anstrengend, jedoch gut möglich.

Um zu verstehen was harte Knochen bewirken folgendes. Knochen sollten natürlich fest, jedoch elastisch sein. Durch Verletzungen, Operationen, zu viel und lange andauernde Spannung, die durch starken Willen und andauernden Stress oder auch durch emotionalen Dauerstress können Knochen zu hart werden. 

Die Folge ist, dass Funktionen in unmittelbarer Umgebung eingeschränkt werden. So können Hörstörungen, Tinnitus oder in Gelenken Knorpelverminderung und Knorpelschwäche entstehen.

Da die Verhärtungen ums Ohr meistens auch mit zu harten Jochbeinen einhergeht habe ich gleich diese auch noch durchgearbeitet. „Ach“ hat sie gemeint, ja nächtliches Zähneknirschen kommt auch noch dazu und grundsätzlich fühlt sich der gesamte Körper so steif an“.

Gut, das hieß die Kieferknochen auch noch zu begutachten. Die waren natürlich ordentlich hart. Viel zu fest, um sich frei zu fühlen. Dabei muss man wissen dass harte Jochbeine und Kieferknochen einerseits meistens bei Zähneknirschen zu finden sind. Und, last but not least macht ein harter Kopf und Kiefer automatisch den Körper steif, das die Meridiansäfte im gesamten Körper blockiert sind.

Das war dann eine knackige Behandlung. Anfänglich waren die Kieferknochen sehr empfindlich und ich musste sehr darauf achten, dass Wirkung und Schmerz in einem guten Verhältnis waren. Wirkung verlangt in diesem Bereich Intensität, Schmerz verlangt Sanftheit. Da das richtige Maß u finden braucht viel Fingerspitzengefühl.

Schon nach kurzer Zeit, vielleicht zehn Minuten Kieferarbeit war der Schmerz dann schon relativ milde und ich konnte volle Intensität fahren. Wie wir dann fertig mit der Sitzung waren meinte sie: „das ist ja unglaublich, der Mund ist ja riesig“.

Zwischen unseren Sitzungen hat sie sich dann auch Maria Mierl, meiner Partnerin anvertraut, da ja emotionale oder systemische Themen beinahe immer eine Rolle spielen. Was die gemacht haben weiß ich nicht – nur eines, es ging u. a. darum nur die eigene Last, nicht die der Anderen geschweige denn der ganzen Welt zu tragen. Und das hatte enorme Wirkung. Mehr dazu in den unten angehängten Email.

Bei der zweiten Sitzung war das hören viel besser und ich fragte sie ob sie das Hörgerät im Ohr hat. „Nein“ meinte sie „aber irgendwie habe ich alles gut gehört. Der Schwindel war auch nur noch ein kleines Thema. Dabei möchte ich bemerken, bevor man die Nackenwirbelsäule nach falschem Liegen einrichtet müssen unbedingt die Halsmuskeln „befreit“ werden. Die sind in solchen Fällen oft wie Drahtseile. Sind diese wieder weich und lebendig braucht es nur noch wenig Intensität beim Einrichten.

Bei der dritten Sitzung meinte sie, „der Tinnitus ist irgendwie kaum noch wahrnehmbar“. Die Schulter wurde frei, der Kopf, die Ohren, die Kiefer, der Mund, alles fühlte sich am Schluss frei und angenehm an.

Nun die Emails die sie nach einer und nach drei Wochen geschrieben hat. Der Name wurde geändert. Email Eins

 

Email Eins (nach einer Woche)

Lieber Gerhard,

ich bin gut heimgekommen, trauere aber den warmen Temperaturen (Zyperns) noch sehr nach.

Es war eine sehr schöne Zeit mit euch mit so manchen positiven Auswirkungen auf meinen Alltag.

Das Kissen ist schon zur Gewohnheit geworden, und ich freue mich, wie schön Kopf und Nacken dank deiner Behandlung in einer Linie liegen. Ich schlafe gut durch, habe allerdings beim Hinlegen und Aufstehen noch einen Schwindel, der aber nach ein paar Sekunden
verschwindet.
Der Tinnitus im linken Ohr ist schwächer, zeitweise sogar ganz weg, und mein Gehör scheint auch etwas besser geworden zu sein.

Von den Schmerzen in der rechten Schulter habe ich mich ganz verabschiedet.

Vor allem aber freue ich mich, um wie viel lockerer ich mich fühle. Während ich mich ständig dabei ertappte, wie angespannt ich ging und saß, laufe ich jetzt (meistens) ganz ‚luftig‘ durch die Welt – die Enge des „Nimm dich zusammen“ hat wohl (und hoffentlich dauerhaft) ausgedient. 

Ihr Beide, du und Maria seid ein tolles Team, ich bin dankbar, dass ihr mit mir gearbeitet habt. 

Sicher bist du enttäuscht, wenn ich dir sage, dass ich deiner Bitte (nach einem Bericht) nach dem Bericht im Moment nicht nachkommen kann. Du hast mich ja schon bei der Behandlung darauf angesprochen, und ich hab gesagt: „Ich versuch’s“.
Aber ich merke, wie sehr ich mich damit unter Druck fühle, das blockiert meine sämtlichen Gehirnzellen.

Es tut mir leid, denn natürlich hätte eure hervorragende Arbeit auch ein gutes öffentliches Feedback verdient, aber dazu sehe ich mich  gerade einfach nicht in der Lage.

Ich hoffe, ich darf euch trotzdem wenn nötig kontaktieren und schicke dir ganz herzliche Grüße aus Ulm
H.

Email Zwei (nach drei Wochen)

Lieber Gerhard, 

danke, eure Behandlung war sehr nachhaltig! Mir geht es nach wie vor sehr gut, und ich genieße jeden Tag. 

Mein Mund ist immer noch eine große Höhle, Kiefer zusammen beißen gehört der Vergangenheit an. Und wenn mir etwas nicht so gut gelingt, bin ich weder Schaf noch Kamel noch sonstwas. Das war ein guter Tipp von Maria, mich einfach freundlich und wohlwollend anzuschauen.

Betr. Kissen: auf dem Rücken liegend kann ich nicht einschlafen (liegt aber nicht an d i e s e m Kissen), seitliche Positionen sind okay, jedenfalls wache ich erholt auf.

Das einzig Schwierige ist beim Hinlegen und Aufstehen ein kurzer aber heftiger Schwindel. Braucht das Kissen evtl. etwas mehr Füllung? 

Und wie geht’s euch?

Liebe Grüße

H.

Email an Maria (vielleicht folgt ihr Bericht auch noch)

Liebe Maria,

welch eine gelungene Überraschung!!! Dieser Löwenzahn, der so kraftvoll durch den Asphalt gewachsen ist, hat sich angestrengt, solange es nötig war, und jetzt leuchtet und strahlt er  sanft und voller Lebensfreude.

Hab ganz herzlichen Dank dafür, du bist ein Schatz. (Ich habe das Bild ausgedruckt und an prominenter Stelle aufgehängt.)

Danke auch für die ‚Brücke‘: „Wem gehört das? Ist das meins?“ Ich merke, wie viel leichter es mir seit meiner Rückkehr fällt, zu beobachten statt fast automatisch Dinge zu tun, die ich bisher wenig hinterfragt habe und oft genug nicht will oder umgekehrt, mir z.B. das Lesen (was ich leidenschaftlich gern tue) zu versagen, weil meine Mutter mir sagt, dass noch Arbeit zu tun ist.

Ich fühle mich leichtfüßiger und lockerer und bin dadurch natürlich viel eher überhaupt zum Fühlen in der Lage.

Das verdanke ich eurer einander ergänzenden hervorragenden einfühlsamen Arbeit, ich bin sooo glücklich, dass Veränderung keine Altersgrenzen kennt.

Liebe Grüße

H.